Die Auswahl an Seren, Cremes und Wirkstoffen ist riesig, und jede Saison kommt ein neues Wundermittel dazu. Dabei ist gute Pflege oft erstaunlich einfach, wenn sie zu deiner Haut passt. Der erste Schritt ist deshalb nicht das nächste Produkt, sondern: deinen Hauttyp bestimmen.
Hauttyp bestimmen: Der einfache Test
Reinige dein Gesicht abends mit einem milden Reinigungsprodukt und trage danach nichts auf. Beobachte deine Haut am nächsten Morgen ohne Make-up und bei Tageslicht:
- Spannt die Haut, wirkt sie rau oder schuppig? Dann ist sie eher trocken.
- Glänzt das ganze Gesicht und sind die Poren gut sichtbar? Das spricht für fettige Haut.
- Glänzen nur Stirn, Nase und Kinn, während die Wangen normal sind? Das ist typisch für Mischhaut.
- Fühlt sich die Haut ausgeglichen an, ohne Spannen und ohne Glanz? Dann hast du normale Haut.
- Rötet sie sich schnell, brennt oder juckt nach neuen Produkten? Dann ist sie sensibel.
Ein zusätzlicher Trick: Drücke morgens ein Blatt Löschpapier auf verschiedene Gesichtsbereiche. Viel Fett auf dem Papier deutet auf fettige Haut hin, Fett nur aus der T-Zone auf Mischhaut.
Die Hauttypen und ihre Pflege
Trockene Haut
Trockener Haut fehlen Fette und Feuchtigkeit. Reichhaltige Pflege mit Lipiden und Ceramiden sowie feuchtigkeitsbindende Stoffe wie Glycerin oder Hyaluronsäure helfen. Verzichte auf heißes Wasser und stark entfettende Reinigung.
Fettige Haut
Fettige Haut produziert viel Talg und neigt zu Unreinheiten. Leichte, nicht komedogene Texturen und Wirkstoffe wie Niacinamid oder Salicylsäure können helfen. Auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit, sonst produziert sie oft noch mehr Talg.
Mischhaut
Bei Mischhaut lohnt es sich, Zonen unterschiedlich zu pflegen: eine leichte Pflege für die T-Zone, eine reichhaltigere für trockene Wangen.
Sensible Haut
Sensible Haut verträgt meist wenige, parfumfreie Produkte besser als eine lange Routine. Teste Neues zuerst an einer kleinen Stelle, zum Beispiel hinter dem Ohr.
Die Hautpflege-Routine für jeden Hauttyp
Morgens reichen eine sanfte Reinigung, eine passende Feuchtigkeitspflege und ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Sonnenschutz ist die wirksamste Anti-Aging-Pflege und schützt zugleich vor Hautkrebs, mehr dazu im Beitrag zur Hautkrebsvorsorge. Abends wird gründlicher gereinigt, danach folgt die Pflege und, wenn gewünscht, ein Wirkstoff wie Retinol, den du langsam einführst.
Weniger Produkte, die gut passen, sind fast immer besser als viele, die sich gegenseitig im Weg stehen.
Hauttyp oder Hautzustand?
Der Hauttyp ist weitgehend angeboren, der Hautzustand verändert sich dagegen mit Jahreszeit, Hormonen, Stress und Alter. Im Winter wird auch normale Haut oft trockener, in den Wechseljahren verliert die Haut an Feuchtigkeit und Spannkraft. Prüfe deine Pflege deshalb ruhig zweimal im Jahr.
Zeigt deine Haut anhaltende Rötungen, Ausschläge oder starke Unreinheiten, ist eine Hautarztpraxis der richtige Ort. Eine erfahrene Kosmetikerin kann dir zusätzlich helfen, deine Routine fein abzustimmen.
Häufige Fragen
Wie kann ich meinen Hauttyp selbst bestimmen?
Reinige dein Gesicht abends mild und trage nichts auf. Am nächsten Morgen zeigt dir deine Haut, ob sie spannt (trocken), überall glänzt (fettig), nur in der T-Zone glänzt (Mischhaut) oder ausgeglichen ist (normal).
Welche Hauttypen gibt es?
Üblicherweise unterscheidet man normale, trockene, fettige und Mischhaut. Sensible Haut kann bei jedem dieser Hauttypen zusätzlich auftreten.
Kann sich der Hauttyp verändern?
Der Grundtyp bleibt meist ähnlich, der Hautzustand verändert sich aber mit Alter, Hormonen, Jahreszeit und Lebensstil. Deshalb sollte auch die Pflege angepasst werden.
Braucht fettige Haut eine Feuchtigkeitscreme?
Ja. Auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit. Leichte, nicht komedogene Gele oder Fluids versorgen sie, ohne Poren zu verstopfen.



